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Von Förderband zu Förderband: Innovative Automatisierungslösung optimiert Palettenlogistik

03.04.2025

Wie lassen sich wiederkehrende Transporte effizienter und zuverlässiger gestalten? Diese Frage stellte sich ein norddeutsches Unternehmen, dessen Hochregallager nicht direkt aneinander angebunden sind und zwischen denen täglich manuell Paletten bewegt werden mussten. Dank einer Automatisierungslösung von Jetschke Industriefahrzeuge (GmbH & Co.) KG gehört dieser Prozess nun der Vergangenheit an.

Ausgangssituation und Zielsetzung Eine Förderstrecke mit Senkrechtförderer sorgt für den vertikalen Transport der Paletten zwischen beiden Lagern. Bislang wurde die innerbetriebliche Beförderung durch einen Staplerfahrer durchgeführt, der die Paletten von der Förderstrecke entnahm, sie bis zum Zielort transportierte und dort abstellte. Dieser manuelle Prozess ist nun Geschichte: Ein selbstfahrendes Linde L-MATIC Fahrzeug übernimmt den Transport. Das Ergebnis: Statt der angestrebten 5,6 Paletten pro Stunde transportiert das AGV nun 10 Paletten pro Stunde – eine Effizienzsteigerung von 78,6 %. „Durch unsere Automatisierungslösung haben wir es nicht nur geschafft, den angestrebten Durchsatz zu erreichen, sondern sogar zu übertreffen – ein klarer Beleg für das Potenzial dieser Technologie“, so Niclas Schaper, Projektmanager bei Jetschke.

Projektverlauf und Erfolgsfaktoren

Die erste Kontaktaufnahme erfolgte im Spätsommer 2024. Nach einer intensiven Planungsphase wurde die Programmierung Ende Januar 2025 abgeschlossen, bevor im Februar das offizielle „Go Live“ erfolgte. Damit wurde das gesamte Projekt von der ersten Anfrage bis zur Implementierung innerhalb von nur sechs Monaten erfolgreich realisiert.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war die enge Einbindung der Lager-Mitarbeitenden. Durch frühzeitige und transparente Kommunikation wurde das Personal optimal auf das neue System vorbereitet. Das Team im Lager nahm das selbstfahrende System sehr positiv auf, unterstützte maßgeblich bei der Implementierung, identifizierte Optimierungspotenziale und trug aktiv zur Feinabstimmung bei. „Die Akzeptanz war von Anfang an groß, da das System eine echte Erleichterung im Arbeitsalltag bietet“, erklärt Schaper.

Ausblick: WMS-Integration folgt

Aktuell kommuniziert das L-MATIC AGV über eine Combox, die als Schnittstelle zwischen der bestehenden Fördertechnik und dem Fahrzeug fungiert, indem sie Signale empfängt und weiterleitet. Dank präziser Navigation und effizienter Steuerung fügt sich das AGV nahtlos in den Materialfluss ein, arbeitet zuverlässig ohne zusätzliche Infrastruktur und erfüllt die Anforderungen dynamischer Lagerumgebungen zuverlässig. Der nächste Schritt besteht in der direkten Anbindung des L-MATIC an das Warehouse Management System (WMS) des Unternehmens, was den Materialfluss noch effizienter gestaltet wird.

Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und kommende Projekte!

Freisteller_Niclas_Schaper
Projektmanagement Intralogistik

Niclas Schaper

Robin_Neudoerfer
Verkäufer Automatisierung

Robin Neudörffer